Erste Eindrücke bei micro.blog
Irgendwo versteckt sich der ALT-Text. Eine Bildzeile sucht man vergebens.
Wie angekündigt habe ich mir dann gestern mal bei micro.blog einen Account gemacht. Tja, ich bin nicht sonderlich beeindruckt. Dafür finde ich manches eher seltsam. Ich habe zum Beispiel kein Passwort, sondern bekomme IMMER eine E-Mail mit einem Code für den Login. Was soll das?
Sich im Backend zurechtzufinden, könnte dem Nutzer auch einfacher gemacht werden. Zum Beispiel frage ich mich, warum die Einstellungen, ob man mit seinem micro.blog-handle unterwegs sein will oder mit einer eigenen Domain sich in einer dritten Ebene unter Design > Blog Settings verstecken. Was hat das mit "Design" zu tun?
Apropos eigene Domain. Noch gestern abend habe ich die beiden benötigten DNS-Einträge (für Europa) bei meinem Hoster gemacht. Aber auch heute morgen geht da bei micro.blog nichts. Meine Domain wird nicht gefunden.
Die Ansicht gefällt mir. Aber das ginge auch mit wesentlich weniger Aufwand.
Was mir gut gefällt, sind einige der Themes. Die Ansicht der gerenderten Beitragsübersicht ist hübsch und minimal. Das gilt im Grunde auch für die Beitragsansicht selbst. Aber auch dort (wie bei Pure Blog) ist der Umgang mit Bildern sehr stiefmütterlich.
Außerdem: Es gibt zwar einen KI-erzeugten (🙄) ALT-Text - man wird im Fediverse bekanntlich gesteinigt, wenn man den nicht ausfüllt -, dafür aber keine Bildzeile. Das mag der Redakteur in mir gar nicht.
Und wenn schon überall mit KI gearbeitet wird, was mir BTW deutlich missfällt, warum wird dann die Oberfläche nicht übersetzt?
Wirklich für länger als 3 Sekunden fesselnde Beiträge aus den mich interessierenden Themengebieten habe ich auch nicht entdecken können. Den Altar, vor dem ich ergriffen zum Dankgebet auf die Knie sinken würde, habe ich noch nicht gefunden.
Außerdem: Keine Unterstützung für Hashtags? Ernsthaft? Mal abgesehen davon, dass ich lieber Hashtags folge als Leuten. Diese Entscheidung gegen Hashtags macht micro.blog als potenziellen Hub zur Verteilung von Content ins Fediverse völlig unbrauchbar.
Ich würde sagen: Fühlt sich nicht wie ein Zuhause an. Da werde ich nicht alt.
UPDATE: Bin schon wieder weg. Das war nur ein One-night-stand...